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Titelthema :: Seite 36

fe. Für eine ausgewogene Ernährung wird empfoh-

len, viele Kohlenhydrate, aber wenig Fett zu sich zu

nehmen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung

empfiehlt täglich 300 Gramm Brot zu essen, um eine

ausreichende Versorgung mit Eiweiß, Ballaststoffen

und Nährstoffen zu gewährleisten, das sind 4 bis 6

Scheiben. Wenn man von derzeit 130 Gramm durch-

schnittlich ausgeht, dürften es also ruhig noch drei

Scheiben Brot mehr sein. Früher war mehr Brot: Im

Mittelalter und bis ins 19. Jahrhundert hinein war

Brot das Hauptnahrungsmittel, die Menschen aßen

täglich zwischen 500 Gramm und einem Kilo Brot.

Brot gehörte praktisch zu jeder Mahlzeit und deckte

etwa 80 Prozent der gesamten Energiezufuhr. Der

Deutschen liebstes Brot ist übrigens das Mischbrot,

gefolgt vom Toastbrot.

Übeltäter Weizenmehl?

Trotz hervorragender Backeigenschaften hat Wei-

zenmehl bei uns einen ziemlich miesen Ruf. Helle

Brötchen gelten als leere Kalorien, als regelrecht

ungesund. Dem ist nicht so. Für den Anteil an

wertvollen Stoffen ist weniger die Getreidesorte

entscheidend, sondern die Frage, ob auch die Rand-

schichten des Korns mit verarbeitet wurden. Voll-

korn-Produkte sind günstiger, da sie mehr Nähr-

stoffe und Ballaststoffe enthalten. Aber auch stark

ausgemahlenes helles Mehl enthält noch Nährstoffe

und Vitamine, nur eben weniger. Wäre Weizenmehl

tatsächlich so ungesund, stünde es um die Gesund-

heit der Weltbevölkerung schlecht. Fast überall wer-

den Brot- und Gebäcksorten aus dem hellen Mehl

»

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